Dr. Bernd Fabritius wird neuer Beauftragten der deutschen Bundesregierung für nationale Minderheiten
19.06.2025
Am 28. April 2025 hat die CSU in München ihr Team für die zukünftige Bundesregierung vorgestellt. Dabei wurde BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius als designierter Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten benannt.
In einer Pressemitteilung betonte der BdV-Präsident die "große Ehre, dass mich die CSU wieder für diese wichtige Aufgabe nominiert hat", und führte aus: "Das Portfolio des Bundesbeauftragten umfasst neben den im Titel benannten Themen der Aussiedler und nationalen Minderheiten auch die Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen sowie der deutschen Minderheiten im Ausland. Gerade in der heutigen Zeit bedeutet dies eine große Herausforderung, die ich aus Überzeugung und mit viel Freude erneut annehme. Mit dem BdV habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass veränderte internationale, aber auch nationale Bedingungen in diesem Politikbereich auch neue, zeitgemäße Antworten benötigen. Die notwendigen Weichenstellungen werden mit der neuen Bundesregierung wahrscheinlicher." Obwohl die finale Aufgabenverteilung innerhalb der neuen Bundesregierung noch ausgearbeitet werden müsse, sei bereits heute sichergestellt, „dass die Themen der deutschen Heimatvertriebenen, der Aussiedler und Spätaussiedler weiterhin an höchster Stelle Gehör finden werden”, so Fabritius.
Auch der Minderheitenrat gratulierte:
Pressemitteilung des Minderheitenrates
Berlin, 16. Juni 2025 - Der Minderheitenrat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands gratuliert Dr. Bernd Fabritius herzlich zu seiner offiziellen Ernennung als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.
Gitte Hougaard-Werner, die Vorsitzende des Minderheitenrates, erklärt hierzu: „Wir freuen uns, mit Dr. Fabritius einen erfahrenen und verlässlichen Ansprechpartner für die Belange der Minderheiten an unserer Seite zu wissen. Wir wünschen Herrn Dr. Fabritius für seine neue Amtszeit viel Kraft, Erfolg und eine glückliche Hand bei der Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgabe. Wir hoffen, an die gute und konstruktive Zusammenarbeit während seiner vorherigen Amtszeit von 2018 bis 2022 anknüpfen zu können.“
In den vergangenen Jahren konnten bedeutende Fortschritte in der Minderheitenpolitik erzielt werden – darunter die Berücksichtigung traditioneller Namensgebung im Namensänderungsgesetz sowie die gemeinsame Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur Vermittlung von Wissen über die nationalen Minderheiten in Bildungsinstitutionen.
Dennoch sieht der Minderheitenrat weiterhin politischen Handlungsbedarf: Die Aufnahme der Minderheiten- und Regionalsprachen in das Gerichtsverfassungsgesetz, eine stärkere Berücksichtigung in der Filmförderung sowie eine langfristig gesicherte Finanzierung der Minderheiteninstitutionen stehen weiterhin auf der Agenda. Auch die Aufnahme der nationalen Minderheiten ins Grundgesetz ist ein zentrales Anliegen.
Gemeinsam mit Dr. Fabritius möchte der Minderheitenrat die Zukunft der Minderheitenpolitik in Deutschland aktiv und vertrauensvoll gestalten und freut sich auf ein baldiges Treffen.


