FUEN-Präsidium stellt beim parlamentarischen Frühstück im Bundestag Prioritäten für autochthone Minderheiten vor

23.04.2026

Das neue FUEN-Präsidium und seine Prioritäten wurden den Abgeordneten des Deutschen Bundestages am Donnerstag, dem 23. April 2026, vorgestellt. Die FUEN-Delegation veranstaltete im Paul-Löbe-Haus in Berlin ein äußerst produktives parlamentarisches Frühstück, das von dem Abgeordneten Knut Abraham ausgerichtet wurde. Während der Veranstaltung führte die Delegation unter dem übergreifenden Thema „Autochthone Minderheiten im Europa von morgen“ wichtige Gespräche mit Abgeordneten aller Parteien.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zentrale Prioritäten, die darauf abzielen, eine tragfähige Zukunft für Minderheitenrechte in ganz Europa zu sichern. Die FUEN-Delegation betonte die dringende Notwendigkeit, Menschenrechtsstandards angesichts möglicher Änderungen der Europäischen Menschenrechtskonvention zu wahren. Zu diesem Zweck forderte sie klare politische Unterstützung für die Unantastbarkeit der Strukturen der Konvention.

Die Teilnehmer sprachen auch über das Vermächtnis der Minority SafePack Initiative (MSPI), wobei die FUEN darauf drängte, die Initiative von einem politischen Signal in konkrete politische Verantwortung umzuwandeln. In diesem Zusammenhang setzte sich die Delegation nachdrücklich für die Abschaffung von Geoblocking ein, um einen einheitlichen Zugang zu audiovisuellen Inhalten und die Freiheit des Empfangs von Diensten in Minderheitensprachen zu gewährleisten.

Darüber hinaus betonte die Delegation die zwingende Einbeziehung junger Menschen in Entscheidungsprozesse, um sprachliche und kulturelle Kontinuität zu gewährleisten. Angesichts der Herausforderungen, denen sich Minderheitenorganisationen in diesen Krisenzeiten gegenübersehen, plädierte die FUEN für langfristige institutionelle Stabilität und mehrjährige Finanzierungsmodelle, anstatt sich ausschließlich auf kurzfristige Projektfinanzierungen zu verlassen.

Die FUEN spricht dem Gastgeber Knut Abraham und den Abgeordneten des Bundestages aus dem gesamten politischen Spektrum, die heute anwesend waren, ihren tiefen Dank für ihr Engagement für kulturelle und sprachliche Vielfalt aus. Gemeinsam gestalten wir weiterhin ein integrativeres Europa!